Tag 160 – Warten auf einen Anruf

15. Januar 2013

Ich habe in den letzten Tagen einen Zustand erlebt und zugelassen, der ziemlich ‚fies’ ist, in Bezug auf mich Selbst. Ich habe auf einen Anruf gewartet. Klingt ganz ‚nichtig’ und ‚unwichtig’ und doch habe ich eine konstante Unruhe, Ungeduld – einen Internen Konflikt kreirt, ausgebaut und aufrechterhalten, ohne die Verantwortung dafür zu tragen und es zu stoppen.

Als die ‚Antwort’ dann kam, verspürte ich eine ‚Erleichterung’ und da merkte ich eigentlich im vollen Umfang, was ich da eigentlich akzeptiert und zugelassen habe.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe an einem Energie-Erlebnis teilzunehmen, es in-mir und als-mich zu akzeptieren/ zu integrieren, und es zu rechtfertigen und es ‚kleinzureden’, weil ich nicht bereit war ‚aufzuhören’ auf den Anruf/eine Antwort zu warten, weil ich dachte, dass ich dabei irgend etwas ‚verliere’, wenn ich aufhöre zu warten, so als ob der Anruf/ die Antwort nicht kommt, wenn ich nicht darauf warte – dabei habe ich mir nicht erlaubt zu realisieren, dass ich alleine an der Energie festgehalten habe, die dieser Interne Konflikt in-mir und als-mich generiert hat.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe nicht gesehen und erkannt zu haben, dass ich bereits in einen ‚Verteidigungsmodus’ geschaltet habe, als ich anfing dieses Energie-Erlebnis zu verteidigen, als ich das Interne Selbstgespräch akzeptiert, zugelassen und daran teilgenommen habe, dass ‚es unwichtig ist’, bzw. dass ‚ der Anruf bald kommt, und dann dieser Zustand vorbei sein wird’.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe nicht gesehen und erkannt zu haben, dass dieser ‚Verteidigungsmodus’ ein Anzeichen für meine Sucht/Abhängigkeit von Energetischen Erlebnissen ist, und ich im und als Bewusstsein/Mind immer Ausreden und Rechtfertigungen finden werde, ungeachtet der Konsequenzen.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe nicht sehen und erkennen zu wollten, dass mein Internes Selbstgespräch ein Junkie-Talk ist, in dem ich mir Selbst die Lage ‚schön rede’ – Hauptsache ich gebe meinen ‚Stoff’ – die Energie – nicht auf, und halte den eigentlich ‚unerträglichen’ Konflikt-Zustand in-mir und als-mich aus, bis das Erlebnis schließlich in der Entladung der Energie kulminierte, als die Antwort nach zwei Tagen kam.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe nicht sehen und erkennen zu wollen, dass meine Be-GIER-de nach einem Anruf/einer Antwort mich völlig in Besitz genommen hat, und dass es der ‚versteckte’ Grund war, warum ich nicht von Anfang an für die Situation die Verantwortung übernommen habe, weil ich einfach nicht von der Be-GIER-de loslassen wollte.

Darin vergebe ich mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe nicht sehen und erkennen zu wollen, dass meine Be-GIER-de eigentlich nichts mit dem Anruf/der Antwort zu tun hatte – ich habe es als Vorwand gebraucht und missbraucht, um meine Energie-Sucht auszuleben.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe zu glauben, dass Be-GIER-de real ist, dh. ein echter Ausdruck meiner Selbst – ich wollte daran glauben, dass es so ist – doch in Selbst-Ehrlichkeit betrachtet sehe ich, dass innerhalb von Be-GIER-de überhaupt keine Selbst-Bestimmung und kein Selbst-Wille existert, dass Begierde eine Energie ist, die mich steuert und kontrolliert, gerade weil ich die Verantwortung für das Selbst ‚aufgebe‘ und mich von der Energie treiben lasse.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe zu glauben, dass es sich für eine illusorische ‚Erfüllung‘ lohnt einen ständigen und andauernden inneren Konflikt zu ‚ertragen‘, wenn ich auf einen Anruf/eine Antwort warte – dabei kann ich doch diesen Konflikt-Zustand sofort stoppen und es wird überhaupt keinen Einfluß darauf haben, ob oder wann der Rückruf einmal stattfindet.

Ich realisiere, dass ich als Bewußtsein/Mind jede sich mir anbietende Gelegenheit ausnutze, um sie als eine Energie-Quelle anzuzapfen und dass ich die Gefühle, die ich dabei generiere völlig zu unrecht als ‚positiv‘ bewertet habe, obwohl ich genau weiß dass Ungeduld und Unruhe, selbst-erschaffene Ängste sind, ob der Rückruf einmal kommen wird oder nicht – und ich nach diesen Energien total süchtig bin, wenn sie sich dann entladen und ich für einen kurzen Moment ein ‚Glücksgefühl‘ erlebe wenn der Rückruf schließlich kommt.

Ich realisiere, dass die gesamte Energetische Erfahrung völlig gestoppt werden kann, und die Situation völlig unabhängig davon verlaufen kann, ich brauche keine Angst zu generieren und ‚ungeduldig‘ auf einen Rückruf zu warten, um dann einen winzigen ‚Moment des Glücks‘ zu erleben.

Ich verpflichte mich, mich in Momenten/Zeiten in denen ich auf etwas was ich ‚begehre‘ warte, zu verlangsamen und mir im Detail anzuschauen, warum ich an diesem Begehren festhalte, was ich mir dabei erhoffe und welche Energien ich akzeptiere und mir erlaube zu verkörpern und zu generieren.

Ich realisiere, dass ich ein Energie-Junkie geworden bin, und deshalb jede Situation dazu ausnutzen und mißbrauchen werde, um sie als eine Energie-Quelle anzuzapfen, deshalb verpflichte ich mich, mich dabei zu unterstützen in einem Prozess des Schreibens, der Selbst-Vergebung und der anschließenden praktischen Selbst-Korrektur mich von dieser Sucht zu befreien, damit ich einmal völlig frei und selbst-bestimmend mich als LEBEN HIER ausdrücken kann und nicht getrieben von Gefühlen/Emotionen/Begierden usw.



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