Tag 153 – Aufarbeitung einer Erinnerung – Das Geschäft mit der Liebe – Teil 3

4. Januar 2013

 

Dieser Blog ist eine Fortsetzung:
Tag 151 – Aufarbeitung einer Erinnerung – Angst vor einer Beziehung – Teil 1

Tag 152 – Aufarbeitung einer Erinnerung – Angst vor einer Beziehung – Teil 2

In den nächsten Blogs schaue ich mir im Detail meine Reaktionen an, als der Junge sagte, dass er es lieber wieder mit seiner Ex versuchen wollte, anstatt etwas Neues mit mir anzufangen.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe das Gefühl der Enttäuschung in mir und als mich zu generieren, als der Junge sagte, dass er doch nicht mit mir zusammen sein wollte, weil ich nach einem langen hin und her innerhalb von mir selber, mir bereits ‚hoffnungsvolle‘ Fantasien/Vorstellungen/Erwartungen aufgebaut habe, und mit einem Schlag wurde alles zu Nichte. Dabei wollte ich nicht erkennen, dass ich alleine für diese Imaginären Vorstellungen verantwortlich war, dass ich als Bewußtsein bereits vorgeprescht bin, mir all die schönen Sachen ausgemalt habe – in Simulationen habe ich ganze Möglichkeiten erprobt und mir all die ‚guten Gefühle‘ die ich innerhalb einer Beziehung glaubte zu erleben, vorgestellt – ohne zu erkennen, dass all dies eine Illusion war.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe enttäuscht zu sein, weil ich die Hoffnung auf all die ‚positiven‘ Erwartungen aufgeben mußte, weil mein Luftschloss ein Luftschloss bleiben würde.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe meine Enttäuschung vor dem Jungen zu verstecken und sie sogar in mir drin zu verleugnen und zu unterdrücken, weil ich mich für diese Reaktion geschämt habe, weil ich ein Polaritätsspiel daraus gemacht habe und ich mich wie ein ‚Verlierer‘ fühlte, denn nun würden nicht MEINE sondern die Luftschlösser einer anderen wahr werden.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe von nun an, Angst davor zu haben meine Gefühle einem Mann gegenüber zu ‚verraten‘, weil ich immer die Angst haben würde, dass er sich’s anders überlegt und ich mich wieder wie ein ‚Verlierer‘ fühle.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe nicht zu sehen, erkennen und verstehen, wie ich ‚Liebe/Beziehungen‘ zu einem ‚Kampffeld‘ umgewandelt habe, zu einem Strategiespiel, und ich meine Karten nicht ‚verraten‘ darf, damit ich am Ende nicht wie ein ‚Verlierer‘ dastehe, und mir der Junge erst seine Gefühle glaubhaft ‚beweisen‘ und ‚bezeugen‘ muss, bevor ich mich dazu ’niederlasse‘ meine Gefühle, meine ‚Karten‘ zu verraten.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe nicht zu sehen, erkennen und verstehen, wie ich ‚Liebe/Beziehungen‘ zu einem ‚Geschäft‘ umgewandelt habe, und ich nicht bereit bin zu ‚investieren‘ bevor nicht mein Gegenüber ‚investiert‘, weil ich auf jeden Fall verhindern möchte, einen ‚Verlust‘ zu erleiden und die Angst habe, mein Investment sei umsonst gewesen.

Ich sehe, erkenne und verstehe, dass ich mit dieser Erfahrung später eine Erinnerung erschaffen habe, in der ich u.a. aus ‚Liebe‘ ein ‚Geschäft‘ gemacht habe. Und wenn ich Interesse an einem Mann habe, sehe ich es als ein ‚Investment‘ an, und versuche im und als mein Bewußtsein/Mind einen ‚Gewinn‘ zu berechnen. Interpretiere ich das Interesse des Mannes als ’nicht genügend‘ und ‚unzureichend‘, gebe ich auf oder ‚investiere‘ erst gar nicht, um zu verhindern, dass ich als ein ‚Verlierer‘ dastehe.

Ich sehe, erkenne und verstehe, dass ich mit der Aktivierung dieser Erinnerung, in Situationen, in denen heute eine mögliche ‚Beziehung‘ auftaucht, völlig die physischen Tatsachen der Neuen Situation sabotieren und manipulieren kann, weil ich diese Erinnerung auf das HIER projeziere und mich so blind für das HIER mache, und so zb. glaube zu ‚wissen‘, dass der Mann ’nicht genügend‘ Interesse hat – ich interpretiere Sachen aus der ‚Vergangenheit‘ hinein und versperre mir so den Weg das HIER zu sehen, bzw. es unvoreingenommen kennenzulernen, es wirklich herauszufinden.

Ich verpflichte mich meine Herangehensweise an ‚Beziehungen‘ neu auszurichten, und die Interaktion mit einem Mann/Männern nicht mehr als ein ‚Geschäft‘ zu sehen, bei dem ich irgendwas/mein Investment verlieren kann. Erstens kann ich das Investment als Luftschlöser – Hoffnungen/Erwartungen/Fantasien – völlig stoppen, bzw. sie mir sobald sie auftauchen selbst-vergeben – weil ich realisiere, dass sie bloße Illusionen sind, und in Wahrheit tatsächlich ein Miss-Investment, weil ich anstatt in das Physische HIER zu investieren, auf ein Fake, eine Illusion, ein Luftschloss vertraue, die ohnehin niemals REAL sein/werden können. Ich verpflichte mich die Zeit die ich mit einem Mann/Männern verbringe sinnvoller zu nutzen, um zb. eine physische Kommunikation aufzubauen. Ich sehe, erkenne und verstehe, dass ich als Bewußtsein/Mind immer ‚mehr‘ in Etwas sehe, als es tatsächlich ist, um daraus Energie generieren zu können. Ich verpflichte mich ‚Beziehungen‘ nicht mehr als Quellen der Energie zu missbrauchen, weil ich realisiere, dass ich damit nicht nur mein Gegenüber sondern auch mich als ‚Benzin’/Befeuerungsart für das System missbrauche/gebrauche und so völlig mich Selbst als LEBEN HIER (ver)misse.



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