Tag 144 – Das Recht zum ‚Aufgeben‘ (The Right to ‚Give Up‘) – Teil 2

12. Dezember 2012

 

Art by Malin Olofsson

Dieser Blog ist eine Fortsetzung:
Tag 139 – ‘Ich stecke fest’–Charakter Einführung (‘I am stuck’-Character Overview)

Tag 140 – Die Welt ist gegen mich (The World Is Against Me)
Tag 141 – Die Welt ist gegen mich (The World Is Against Me) – Angst (Fear) Dimension
Tag 142 – Die Welt ist gegen mich (The World Is Against Me) – Teil 3
Tag 143 – Das Recht zum ‘Aufgeben’ (The Right to ‘Give Up’) – Teil 1

heute führe ich die Reihe fort mit:
‘Ich stecke fest’–Charakter – ‚Ich habe das Recht aufzugeben‘ – Selbst-Verantwortung

Was bedeutet es eigentlich das Recht zu haben ‚Aufzugeben‘, wenn nicht das Recht zu haben Selbst-Verantwortung aufzugeben? Ich habe bereits über Dimensionen der Selbst-Verantwortung geschrieben, denn immer wieder komme ich bei diesem Punkt an – jede Selbst-Täuschung, jede Selbst-Manipulation fängt darin an, in der Aufgabe der Selbst-Verantwortung und die darin akzeptierte und zugelassene Selbst-Unehrlichkeit.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe zu glauben, dass ich das Recht habe meine Selbst-Verantwortung aufzugeben, ohne mir erlaubt zu haben die Konsequenzen meiner Entscheidung zu betrachten, welche Folgen diese Entschiedung ‚Aufzugeben‘ für mich und für alle als mich hat.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe nicht zu sehen, erkennen und verstehen, dass ‚mein Leben‚, ‚mein Ich‘, ‚meine Lage‘, die ich ‚aufgeben‘ möchte, genau diese Konsequenz ist, die ich versuche zu ‚ignorieren‘, weil ich mein ganzes Leben lang NIE selbst-ehrlich und nie selbst-verantwortlich war und so habe ich ‚ungewollte‘ Ereignisse als die Konsequenzen meiner Un-Ehrlichkeit angesammelt, immer habe ich die Verantwortung von mir abgewiesen, und jetzt möchte ich das Ergebnis, die Folgen genauso von mir abweisen.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe zu glauben, dass ‚Leben‘ einfach so passiert, auch wenn ich KEINE Selbst-Verantwortung trage, und dass ich mich so aus der Verantwortung ziehen kann, weil alles ‚automatisch‘ für mich passiert, ohne dass ich mir erlaubt habe zu realisieren, dass ich einer ‚Automation‚ MEINE Verantwortung übergeben habe, und dass dies meine selbst-verantworliche Entscheidung war, und ich deshalb immer noch die Verantwortung für die ‚Automation‘ trage, weil ich als LEBEN NIEMALS Selbst-Verantwortung aufgeben KANN.

Darin vergebe ich mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe zu glauben, dass wenn ich meine Selbst-Verantwortung einer ‚Automation‘ übergebe, ich die Konsequenzen genauso weiterschieben kann, und mich genauso wenig verantworlich fühlen darf, wie zuvor.

Ich sehe, erkenne und verstehe, dass meine heutige Lage/Situation, die ich so überhaupt ncht haben will, die mir nicht ‚gefällt‘, die ich ignorieren möchte, die Konsequenz meiner Entscheidung ist meine Selbst-Verantwortung ‚aufgegeben‘ zu haben. Darin verpflichte ich mich, meine Selbst-Verantowortung in jedem Atemzug NICHT einer ‚Automation‘ zu überlassen, und das ‚Leben‘ einfach so passieren zu lassen, sondern mich selbst als das Bestimmende Prinzip in meinem und als mein Leben wieder zu etablieren, indem ich in Selbst-Ehrlichkeit und Selbst-Verantwortung mein Leben nach dem Prinzip ‚das Beste für mich als Leben‘ ausrichte – weil ich realisiere, dass ich nur so meine Lage, mein Leben und mich Selbst, wieder als etwas erschaffen kann, mit dem ich eins und gleich bin und keine internen oder externen Konflikte existieren.

Ich verpflichte mich, mich dabei zu unterstützen Selbst-Verantwortung in jedem Atemzug zu leben, den Atem dazuzunutzen, mich hier im als das Physische zu stabilisieren, und meiner Realität zu begenen, NICHT wegrennen zu wollen, denn ich realisiere, dass ich um meine Lage/Situation ändern zu können, eins und gleich mit und als meine Lage/Situation stehen muss, dh. dass ich meine Selbst-Verantwortung in allen Details erkenne, die meine heutige Lage/Situation formen, damit ich eine Änderung von Innen heraus herbeiführen kann – im und als das SELBST – dies ist wahre Selbst-Verantwortung.



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