Tag 143 – Das Recht zum ‚Aufgeben‘ (The Right to ‚Give Up‘) – Teil 1

11. Dezember 2012

 

Art by Malin Olofsson

Dieser Blog ist eine Fortsetzung:
Tag 139 – ‘Ich stecke fest’–Charakter Einführung (‘I am stuck’-Character Overview)

Tag 140 – Die Welt ist gegen mich (The World Is Against Me)
Tag 141 – Die Welt ist gegen mich (The World Is Against Me) – Angst (Fear) Dimension
Tag 142 – Die Welt ist gegen mich (The World Is Against Me) – Teil 3

heute führe ich die Reihe fort mit:
‘Ich stecke fest’–Charakter – ‚Ich habe das Recht aufzugeben‘ – Selbstgespräch/Back-Chat Dimension

Mir ist bei einem Gespräch mit meinem Buddy klargeworden, dass der Charakter, den ich beschlossen habe in seiner Gesamtheit zu laufen, tatsächlich der ‚Aufgeben‘ (Give up)-Charakter ist. Ich war damals noch mitten drin in der Back-Chat Phase ‚Ich stecke fest, ich kann nichts ändern, ich habe keinen Einfluß‘ und deshalb habe ich es auch so benannt. Heute sehe ich, dass dieser Back-Chat eine der unzähligen Dimensionen des ‚Aufgeben‘-Charakters ist. Es ist meine persönliche ‚Färbung‘ sozusagen, dass bei mir der Schwerpunkt auf ‚Ich stecke fest‘ liegt – Ich gebe auf, weil ich ohnehin nichts machen kann, weil ich keinen Einfluß habe, ich befinde mich in einem ‚Gefängnis‘, egal was ich mache, alle meine Mühen sind sinnlos, die Welt ist so groß, sie tut was sie will, nie läuft es nach meinen Wünschen, ich wurde nicht gefragt, ob ich geboren werden möchte, ob ich hier sein will, ich habe mein Bestes versucht, es hat nichts gebracht – Ich könnte diese Reihe noch lange fortführen, alle diese Punkte sind einzelne Dimensionen des ‚Aufgeben‘-Charakters. Jeder davon ist eine Ausrede und eine Rechtfertigung, warum ich aufgebe – warum ich glaube das Recht zu haben aufzugeben.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe zu glauben, dass ich das Recht habe ‚aufzugeben‘, weil ich glaube, dass ich als Individuum machen kann, was immer ich für ‚richtig‘ halte, was ‚gut für mich ist‘ / ‚was ich will‘, und ich NIE die Folgen meiner Entscheidungen in Betracht gezogen habe, nicht für mich und nicht für andere.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe nicht zu sehen, erkennen und verstehen, dass das was ich ‚mein Recht‘ nenne, in Wahrheit die Rechtfertigung ist im ‚Selbst-Interesse‘ zu handeln auf Kosten von Allen und von Jeden, ohne mir erlaubt zu haben zu realisieren, dass ich in erster Linie auf Kosten von mir Selbst als LEBEN handle und mir einbilde mich für etwas entscheiden zu können was NICHT das Beste für MICH als Alles Leben ist.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe zu glauben, dass wenn es mir ‚zu viel wird‘ ich einfach sagen kann, ‚das reicht mir jetzt! Ich gebe auf!‘ und darin zu glauben, dass ich damit das ‚zu viel‘ überwunden habe, dass es mich nichts mehr angeht, nur weil ich ‚behaupte‘, dass es mich nichts mehr angeht, ohne mir erlaubt zu haben zu realisieren, dass alles was mich umgibt, alles was mein Leben ausmacht, alles was mich ausmacht – NIEMALS verschwinden wird, noch werde ich es ‚loswerden‘ können, mag ich es noch so sehr ‚behaupten‘. Darin vergebe ich mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe nicht zu sehen, erkennen und verstehen, dass es eben eine Illusion des Bewußtseins/Minds ist, weil ich NUR im und als Bewußtsein/Mind mir einerseits nicht-existente Sachen ausmalen, und andererseits existente Sachen ignorieren, verleugnen kann – was offensichtliche Selbst-Täuschung ist. Darin vergebe ich mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe zu glauben, dass ich das Recht habe in und als eine Illusion zu leben, was im Grunde bedeutet, dass ich das Recht habe zu ‚behaupten‘ – z.B. was existent und was nicht-existent ist – ohne mir erlaubt haben zu erkennen, dass ich damit und dadurch mich Selbst als Physischer Körper verleugne, alle Physischen Tatsachen verleugne und die Illusion der Physischen Realität vorziehe und somit Selbst zur Illusion werde und so das Wahre Recht, nämlich das Recht auf Leben verliere.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe nicht zu sehen, erkennen und verstehen, dass ich REAL bin, was bedeutet, dass was immer ich glaube zu sein, werde ich in-mir und als-mich manifestieren/kreiren, und wenn ich mich als eine Illusion erschaffe, werde ich zu einer Illusion und alle meine Kreationen werden Illusionen sein – und wenn ich glaube, dass Recht zu haben ‚Aufzugeben‘ – wird das einzige was ich jemals aufgeben werde IMMER ICH SELBST sein.

Ich verpflichte mich, mir meinen Glauben das Recht auf ‚Aufgeben‘ zu haben in einem Prozess des Schreibens selbst zu vergeben, weil ich realisiere, dass es eine Illusion ist, die nur im-und-als Bewußtsein/Mind existieren kann, weil als LEBEN/ Physische Realität/Physische Tatsache KANN man sich NICHT Selbst aufgeben, das wäre eine Verleumdung vom Selbst, eine Verneinung und eine Umdrehung des Lebens als Tatsache.

Ich verpflichte mich darin zu unterstützen und mich darauf vorzubereiten, mich als LEBEN Selbst zu REALisieren, und alle Illusion, die ich in-mir und als-mich als Bewußtsein/Mind kreirt habe, in einem Korrektur-Prozess neuauszurichten und es im-und-als das Physische anzugleichen.

Ich sehe, erkenne und verstehe, dass es eine komplette Illusion ist zu glauben, ich könnte mich Selbst aufgeben, deshalb verpflichte ich mich, wannimmer ich gewahr werde, dass ich diesem Glauben als Back-Chat und/oder Emotionale Reaktion automatisiert generiere – stoppe ich mich, atme – und erlaube es mir zu realisieren, dass ich darin die Chance habe, mich als LEBEN neuzugebären, ein REALes ICH zu leben, im-und-als das Physische – und dass ich die Teilnahme im und als Bewußtsein in jedem Atemzug stoppen kann, indem ich mich NICHT als das Physische aufgebe und NICHT in illusorische Bewußtseins/Mind-DImensionen abtriffte, sondern HIER stabil verbleibe. Darin realisiere ich, dass wenn ich im-und-als Bewußtsein/Mind den ‚Aufgeben‘-Charakter darstelle, ich in Wahrheit mich als LEBEN HIER aufgebe. Und dass ich mit dem Glauben ‚Ich hätte das Recht es zu machen‘ einem genialen Trick des Bewußtseins/Minds auf den Leim gegangen bin, weil ich mich von einem EGO hab in Besitz nehmen lassen, weil ich geglaubt habe, dass ich Energie bin, und dass ich das Recht habe, alles zu tun, was mir dabei verhilft weiterhin als Energie zu existieren, auch wenn es mein Ende als LEBEN bedeutet und ohne zu realisieren, dass die gesamte Erfahrung als Energie vom Physischen Selbst erzeugt wird/auf Kosten des Physischen Selbst erschaffen wird, und dass diese Erfahrung auf jeden Fall endet, wenn das Physische endet, weil es ‚ausgeschöpft‘ und ‚aufgegeben‘ worden ist.



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