Tag 132 – Besuch beim Homöopathen

24. November 2012

Ich hatte heute einen Termin bei einem Homöopathen. Ich bin seit Jahren nicht mehr zu Ärzten gegangen, weil ich bemerkt habe, dass ich bei meinem gelegentlichen Schnupfen/Husten/Fieber – Krankheiten ohnehin keinen Arzt brauche, und dass mein Körper sehr wohl alleine fähig ist, diese zu bekämpfen, sich selbst zu heilen.

Und trotzdem würde ich nicht behaupten, dass ich ‚kerngesund‘ bin, meine Haut ist ziemlich unausbalanciert, manchmal produziert sie viel zu viel Talg und ich bekomme schmerzhafte Entzündungen, ich habe von Zeit zu Zeit Magenschmerzen, die genauso unerwartet verschwinden, wie sie gekommen sind, und ich leide an trockenen Augen – nur um ein Paar kleine Beispiele zu nennen. Ich habe immer gedacht, mit so kleinen ‚Problemen‘ geht man doch nicht zum Arzt. Zum Arzt geht man, wenn es lebensgefährlich wird – oder wenn man paar Tage frei haben will.

Ein interessanter Augenblick war als nach einem 2 stündigen Gespräch mir dem Homöopathen 3 kleine Kügelchen reichte und mich bis zum nächsten Termin in 8 Wochen verabschiedete. Ich fragte ob er mir nicht was verschreiben will, und er antwortete nein, diese Kügelchen wären es gewesen. Ich war platt und enttäuscht, Was?! Wie sollen 3 kleine Kügelchen irgendeine Wirkung haben und meine ‚Gesundheit‘ wieder herstellen?! Vorallem wenn sie überhaupt keine chemischen Wirkstoffe besitzen und angeblich ‚Informationsträger‘ sind.

(Ich werde in Zukunft ab und zu ein Undate an meiner Behandlung posten.)

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe zu glauben, dass ‚kleine‘ ‚Unstimmigkeiten‘ in meinem Physischen Körper keine Rolle spielen, dass ich sie einfach ignorieren kann, solange sie nicht ‚lebensgefährlich‘ sind, ohne zu erkennen, dass gerade meine andauerne Vernachlässigung und mein Desinteresse an dem Zustand meines Physischen Körpers die ‚lebensgefährlichen‘ Krankheiten erzeugt.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe meinen Physischen Körper NICHT ernst zu nehmen, und zu warten bis ein ‚zu-spät‘ auftaucht, und die Krankheit bereits DA ist, um dann zu versuchen, die Krankheit schnell möglichst ‚loszuwerden‘, die Symptome zu bekämpfen, ohne mir erlaubt zu haben zu erkennen, wie schwachsinning dieser Ansatz ist, wenn es möglich ist, auf die ‚Unversehrtheit‘ meines Physischen Körpers IMMER zu achten, und Krankheiten vorzubeugen.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe zu glauben und zu denken, dass Kranksein ’normal‘ ist, im Sinne von dass man da nichts machen kann, außer eben zum Arzt zu gehen, der mit dann hilft wieder gesund zu werden, ohne mir erlaubt zu haben zu realisieren, dass ich immer in erster Linie selbst-verantwortlich für meinen Physischen Körper bin, dass Krankheit eine Unbalance in meinem Körper manifestiert, weil ich meinen Körper auf die eine oder andere Weise miß-gebraucht habe und es zu Störungen im gewohnten Ablauf kam, und ein Arzt lediglich weitere Chemikalien in mich einschleust, die die Balance in meinem Körper wiederherstellen sollen, dabei verursachen sie oft mehr ‚Schaden‘ als ‚Nutzen‘ – Ich hörte mal einen Arzt sagen, ‚Wenn es nicht schadet, hilft es auch nicht.‘ – Und so wunderte ich mich nie, dass wenn man krank ist, man Tabletten einnimmt, solange wie nötig, manchmal lebenslang. Darin vergebe ich mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe nicht zu sehen, erkennen und verstehen, wie die Gesundheits-Industrie ihr Ziel verdreht hat, und es schon lange nicht mehr darum geht, uns ‚gesund‘ zu machen, sondern Symptome zu bekämpfen, weil gesunde Menschen kein Geld einbringen – und warum sollte man nur EINE Pille verkaufen, wenn man auch Hunderte verkaufen kann.

Darin vergebe ich mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe nicht zu sehen, erkennen und verstehen, wie eine ‚effektive‘ Heilungsmethode wie Homöopathie im Industrialisierten Gesundheits-Markt gänzlich unterdrückt wird, und man alleine als Privatpatient diese Leistungen beanspruchen kann, und der Rest derjenigen die ohnehin im Hamsterrad des Überlebens stecken, an die Vorgaben der Gesetzlichen Krankenkassen gebunden sind, und mit der ‚modernen‘ Medizin zwar ‚funktionsfähig‘ gehalten werden, die ‚Heilung‘ aber nicht die oberste Prämisse ist.

Darin vergebe ich mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe zu glauben, dass Homöopathie deshalb aus dem Kanon der Gesetzlich Versicherten rausgehalten wird, weil ihre Wirkungsweise nicht ‚bewiesen‘ ist, ohne dass ich es mir erlaubt habe zu realisieren, dass dieselben Beweise von der Gesundheits-Industrie erbracht werden, und so diese Industrie doch niemals sich selbst ins Fleisch schneiden wird, und warum würden Reiche Menschen für Homöopathie so viel Geld ausgeben, wenn sie keine Wirkung hätte, warum würden sie eine Kostenpflichtige Behandlung vorziehen, wenn sie eine Kostenlose haben können, die ‚viel wirksamer‘ ist ???

Fortsetzung folgt..



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