Tag 129 – Angst und Attraktivität

21. November 2012

'Alternate Realities' by Andrew Gable

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe Angst davor zu haben jemanden anzusprechen, den ich nur flüchtig kenne, zu dem ich mich aber ‚angezogen‘ fühle.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe nicht zu sehen, erkennen und verstehen, dass diese ‚Attraktivität‘ die ich empfinde in Wahrheit genau diese Angst ist, die ich in-mir und als-mich generiere auf Grund einer Emotionalen Reaktion, deren Ursprung ich nicht begreifen kann und so glaube ich dass es irgendeine ‚Bedeutung‘ hätte und so Folge ich der ‚Versuchung’/Attraktivität und fühle mich ‚hingezogen‘ und gleichzeitig habe ich ‚Angst‘ meinem ‚Begehren‘ nachzugeben.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe nicht zu sehen, erkennen und verstehen, wie ich einen Konflikt in-mir und als-mich aufrechterhalte, weil ich zwischen den Polen der ‚Angst‘ und der ‚Attraktivität‘ hin und her schwanke – einmal ‚Ich will die Person ansprechen, ich fühle mich irgendwie ‚angesprochen‘ und einmal ‚Ne du, laß‘ mal, lieber nicht‘ – wie ich zu zwei schizoiden ‚Persönlichkeiten‘ werde, die in meinem Kopf streiten.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe, mich in separierte Stimmen in meinem Kopf aufzuteilen, ohne mir erlaubt zu haben zu realisieren, dass ich damit meinen eigenenen Wahnsinn erschaffe, weil ich einer Emotionalen Reaktion glaube, weil sie einfach so in mir aufgetaucht ist, ohne dass ich als das Wesen Selbst, und ich würde doch behaupten, dass ich ein Bewußtes Wesen bin, davon gewahr bin, woher, wie und warum diese Emotionale Reaktion aufgetaucht ist.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe nicht zu sehen, erkennen und verstehen, dass all dies – die gesamte Erfahrung der Emotionalen Reaktion, der Internen Selbstgespräche, die Stimmen die ich höre – alleine und ausschließlich in meinem Bewußtsein/Kopf stattfindet und rein gar nichts mir der Person zu tun hat, auf die ich diese meine Erfahrung projeziere, und es bloß ein Bild, eine Aufnahme, eine Interpretation war, die ich in meiner Vergangenheit ‚abgespreichert‘ und in mein Fleisch programmiert habe, die diese Erfahrung aktiviert hat.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe nicht zu sehen, erkennen und verstehen, dass auch wenn ich diese Person angesprochen hätte, ich nie an der Person selbst interessiert wäre, sondern immer an der Erfahrung, die ich mit dieser Person haben kann, wiederrum ohne mir erlaubt zu haben zu erkennen, dass alle meine Erfahrungen, die ich in-mir und als-mich kreire, rein gar nicht mit den Leuten um mich herum zu tun haben, weil ich immer meine Interne Welt/Bewußtsein nach Außen projeziere.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe nicht zu sehen, erkennen und verstehen, dass diese Emotionalen Reaktionen in Wahrheit Systeme sind, die mich in Besitz nehmen, manipulieren und steuern, weil meine einzige Wahl darin liegt, entweder der ‚Angst‘ oder der ‚Attraktivität‘ nachzugeben – jedoch habe ich mich nie gestoppt und die wichtigste ALLER Fragen gestellt: Wer hat hier entschieden, dass ich diese Reaktion ausgerechnet mit dieser speziellen Person generiere? Wer hat hier diese Reaktion überhaupt gestartet? Wo ist der Ursprung dieser Reaktion? Ich akzeptiere diese Reaktion als Mich, ohne der Ursprung dieser Reaktion zu sein, weil sie einfach aus den Tiefen meiner Selbst auftaucht, ohne mich zu fragen, wie kann es Tiefen in mir und als mich geben, die ich nicht kenne? .

Wann immer ich eine Emotionale Reaktion als eine Kombination aus ‚Angst‘ und ‚Attraktivität‘ erlebe — stoppe ich mich, und atme tief durch — ich erlaube es mir zu realisieren, dass ich bereits eine Persönlichkeit aktiviert habe, und dass solange ich mich von Emotionalen Reaktionen steuern lasse, ich nicht wirklich ich Selbst bin, ich verpflichte mich deshlab dabei zu unterstützen indem ich atme und mich stabilisiere, und die generierte Energie loslasse, um dann in Selbst-Ehrlichkeit zu entscheiden, ob ich die Person ansprechen will oder nicht, in einem Atemzug, und dann entsprechend meiner Entscheidung handle, in Einheit und Gleichheit als EIN Selbst.



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