Tag 125 – Arbeiten bis ins Grab – Teil 2

17. November 2012

Equapoly by Joe Kou

Dieser Blog ist eine Fortsetzung einer Reihe:
Tag 119 – Arbeiten ist Zeitverschwendung
Tag 120 – Arbeiten ist so langweilig
Tag 121 – Keine Lust zu Arbeiten
Tag 122 – Arbeiten hat keinen Sinn
Tag 123 – Arbeiten bis ins Grab – Teil 1

Heute führe ich die Reihe fort mit:
‚Arbeiten bis ins Grab‘ – Imagination/Vorstellungs-Dimension – Angst vor Arbeit – Selbst-Vergebung – Teil 6

Den Ablauf der Imagination/Vorstellungs-Dimension habe ich am Tag 123 beschrieben, zum besseren Verständnis empfehle ich diesen Eintrag zuerst zu lesen.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe auf den letzen Brief der Rentenversicherung reagiert zu haben, und es als Bild/Gedanke in-mir und als-mich abgespeichert zu haben, insbesondere die Stelle wo ’32‘ aufgeführt stand; interessanter Weise war die an der Stelle aufgeführte Zahl immer ziemlich abstrakt für mich, aber diesmal dachte ich ‚Ich muss noch genauso lange arbeiten, wie ich alt bin, und das ist doch ziemlich lange – mein Leben lang.‘

Darin vergebe ich mir selbst, dass ich es akzeptiert und mit erlaubt habe Angst davor zu haben, mein Leben lang arbeiten zu müssen, ohne mir erlaubt zu haben zu sehen und zu erkennen, wie unkonstruktiv diese Angst tatsächlich ist, weil sehr viele Menschen die Tatsache erkennen, dass eine Mehrheit der Menschen sehr sehr sehr viel Zeit ihres Lebens dabei verbringen für den Luxus einer Minderheit zu arbeiten, und alle erkennen die darin zugrunde liegende Ungleichheit, Ungerechtigkeit, Unhaltbarkeit – und trotzdem haben wir nie – tatsächlich – jemals – versucht dieses System zu ändern. Diese Angst ist folglich völlig unnütz, weil sie nie eine Änderung herbeigeführt hat. Und wenn ich mir diese Angst mal in Selbst-Ehrlichkeit betrachte – ‚Ich habe Angst mein Leben lang arbeiten zu müssen‘ – erkenne ich, dass gerade diese Angst, die Autorität des Systems untermauert; Ich fürchte das System/Arbeits-System weil ich mich diesem System ‚ausgeliefert‘ fühle, weil ich glaube keinen echten Einfluß darauf zu haben – Und folglich erkenne ich, dass diese Angst in Grunde FÜR das System ‚arbeitet‘ und alleine dem Erhalt dieses Systems dient, weil ich in Wahrheit sage und zemetiere: Ich MUSS mein Leben lang arbeiten – Ich habe keine Wahl – Ich habe keine Einfluß darauf.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe NICHT zu erkennen, dass das System sogar darauf ausgelegt ist ‚Angst vor Arbeit‘ zu propagieren, indem es manigfaltige ‚Auswege‘ anbietet, wie z.B. Lottogewinne, Glücksspiele, Berühmtheit etc. – Wege und Mittel, mit denen man scheinbar das ’schnelle Geld‘ machen kann, damit man NICHT sein Leben lang arbeiten MUSS – und uns diese Wege und Mittel auf eine Art präsentiert werden als ob jeder die ‚gleiche‘ und ‚faire‘ Chance hätte, und doch können NICHT ALLE gewinnen.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe nicht zu sehen, zu erkennen und zu verstehen, wie in einem solchen Arbeits-System der absoluten Ungleichheit, Arbeit als physische Tätigkeit als eine physische Ausdrucksform des Menschen völlig unterwandert wird – und alles Physische selbst, der Physische Körper, der Planet, die Tiere, die Menschen etc – alles Leben zu einer ‚Ressource‘ wird, die aufs Brutalste ausgebeutet und mißbraucht wird.

Ich sehe, erkenne und verstehe, dass Arbeit als Physischer Ausdruck der zum Besten aller ausgeführt wird – etwas ist, was ich überaus gerne mein Leben lang machen möchte, solange mein Physischer Körper mit Rücksicht auf Alter und Gesundheit dazu fähig ist. Darin erkenne ich ebenfalls wie ich in meiner Wesenheit und in meiner Ausdrucksweise unterdrückt und gehirngewaschen wurde, sodaß ich Arbeiten sogar als etwas ’schlimmes‘ gesehen habe, weil wenn wir Menschen ‚gerne‘ Arbeiten würden, wäre das auch eine Gefahr für das System, weil wir vielleicht doch die Gestaltung unserer Welt/Realität wörtlich in unsere Hände genommen hätten.



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