Tag 123 – Arbeiten bis ins Grab – Teil 1

14. November 2012

Art by Andrew Gable

Dieser Blog ist eine Fortsetzung einer Reihe:
Tag 119 – Arbeiten ist Zeitverschwendung
Tag 120 – Arbeiten ist so langweilig
Tag 121 – Keine Lust zu Arbeiten
Tag 122 – Arbeiten hat keinen Sinn

Heute führe ich die Reihe fort mit:
‚Arbeiten bis ins Grab‘ – Imagination/Vorstellungs-Dimension – Selbst-Vergebung Teil 5

Während ich am Internen Selbstgespräch teilnehme und die ganze ‚Erfahrung‘ sich weiterentwickelt, fällt mir der letze Brief der Rentenversicherung ein, insbesondere die Stelle, wo ’32‘ aufgeführt stand, die Anzahl der Jahre die ich noch arbeiten muss, bis ich in den Ruhestand treten darf. Ich bin 34 fast 35 Jahre alt, dh. dass ich praktisch noch genauso lange arbeiten muss, wie ich bereits an Jahren auf der Erde verbracht habe, wobei ich den Scheitelpunkt gerade überschritten habe, und so habe ich das Gefühl, dass es jetzt bergab geht und dem Ende zu. Ich sehe mich mit knapp 70 noch dieselbe Arbeit machen, eine alte Oma, die sich nie weiterentwickelt hat, und die die selbe Tätigkeit 45 Jahre lang ausgeübt hat. Wobei ich mir gar nicht vorstellen kann, wie man als Opa/Oma noch die ‚hippe‘ Arbeit eines Kreativen ausführen soll, und so sehe ich mich selbst als ‚isoliert‘ und gerade zu in einer ‚lächerlichen‘ Position, als jemand der eigentlich nur noch auf den Tod wartet.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe mir vorzustellen wie ich als eine ‚alte Oma‘ noch genau dieselbe Tätigkeit ausführe, ohne jemals mich weiterentwickelt zu haben, und darin Angst davor zu haben Alt zu werden, und weil ich das Altsein als ’negativ‘ bewertet habe, sehe ich das ganze Szenario im ’negativen‘ Licht, sehe mich ‚isolert‘ und ‚verlassen‘, den anderen wörtlich hinterher hinkend.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe Angst davor zu haben, dass wenn ich alt bin, und ich die Tätigkeit die ich heute ausführe genauso weiter mache, ich mich dafür ’schämen‘ muss, weil ich ‚hängengeblieben‘ bin und mich nie ‚weiterentwickelt‘ habe.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe NICHT zu sehen, zu erkennen und zu verstehen, dass diese Vorstellung die ich in die Zukunft projeziere, eigentlich meine heutige ‚Einstellung‘ zu meiner Arbeit ist, und dass wenn ich heute dafür keine Verantwortung übernehme und mir die Punkte, die Ängste, die Gedanken, die Vorstellungen nicht selbst-vergebe und mich selbst in meinem täglichen Leben nicht neu ausrichte, ich dieseVorstellung tatsächlich in-mir und als-mich ‚abspeichere‘ und die Wahrscheinlichketi, dass ich diese Vorstellung als Konsequenz manifestiere sehr hoch ist, denn alles was ich in-mir und als-mich zulasse und erlaube – in und als meine ‚Interne Realität/Welt – werde ich in meiner externen Realität/Welt manifestieren.

Deshalb vergebe ich mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe in ständiger Angst zu leben, dass ich den heutigen Herausforderungen, denen ich täglich in meiner Arbeit begegne, der technischen Entwicklung, nicht gewachsen bin, dass ich nicht ‚mitkomme‘ und nicht auf dem neusten Wissensstand bin, ohne mir erlaubt zu haben zu realisieren, dass Angst eine Emotion ist, die mich von mir selbst separiert, wenn ich sie als das ‚Wer ich bin‘ akzeptiere und zu lasse, und dass sie mich lähmt und limitert, anstatt dass ich konkrete, konstriktive Lösungen finde, und mich zum Beispiel tatsächlich weiterbilde, und mir den neusten Stand Selbst beibringe, mich selbst-bestimmt, und selbst-motiviert weiterentwickle.

Ich sehe, erkenne und verstehe, dass wenn ich an diesen Imaginationen/Vorstellungen teilnehme, mich von ihnen in Besitz nehmen lasse, ich mich damit Selbst aufgebe, und nicht mehr das Bestimmende Prinzip meiner Selbst bin, und ich eine Spirale der Selbst-Dezimierung betrete, anstatt praktische Vorkehrungen zu treffen, in und als die Physische Realität.

Fortsetzung folgt…



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