Tag 119 – Arbeiten ist Zeitverschwendung

10. November 2012

Art by Andrew Gable

Seitdem ich von meinem Urlaub zurück bin, fällt es mir schwer meine Arbeit zu ertragen. Ich habe wiederkehrende interne Selbstgespräche, dass ich meine ‚Zeit verschwende‘, dass meine Arbeit ‚langweilig‘ ist, dass ich ‚keine Lust‘ habe, dass meine Arbeit ’sinnlos‘ ist. Ich fühle mich dabei schwer, mein Körper fällt zusammen, ich fühle mich kraftlos, müde, erschöpft, ich seufze auch ganz oft. Ich erlebe auch eine Unruhe in mir, Ungeduld und werde total nervös, fange an an meinen Fingernägeln zu kauen.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe am Internen Selbstgespräch: ‚dass ich meine Zeit verschwende‘ teilzunehmen und mich damit identifiziert zu haben, zu glauben, dass ich meine Gedanken und meine Internen Selbstgespräche bin.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe davor Angst zu haben, dass die Arbeit mir meine Zeit ‚klaut‘.

Darin vergebe ich mir, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe an dem Bild teilzunehmen, das in meinem Bewußtsein auftaucht, wo ich was ganz anderes mache und mich in eine Fantasiewelt hinein projeziere, anstatt HIER zu verbleiben, akzeptiere und erlaube ich in-mir und als das Bewußtsein/der Mind mich zu entführen um eine bestimmte Erfahrung in mir und als mich zu generieren.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe zu glauben, ich hätte was ‚Wichtigeres‘ zu tun, ohne den gesamten Kontext zu betrachten, dass ich von dem Geld, was ich mit der Arbeit verdiene abhängig bin, und dass ich faktisch NICHTS wahrhaft ‚wichtigeres‘ zu tun habe, weil die Arbeit meine finanzielle Stabilität im System sichert, und ich nicht nur mich selbst damit unterstützen kann, sondern auch andere.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe nicht zu sehen, zu erkennen und zu verstehen, dass die Teilnahme an diesem Internen Selbstgespräch die wahre Zeitverschwendung ist, weil ich mit diesem Selbstgespräch überhaupt nichts an meiner Situation ändern kann, es führt nur dazu dass ich eine Erfahrung in mir und als mich generiere, die wahrhaft eine Verschwendung ist, weil ich damit meinen Physischen Körper ausbeute und mißhandle.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe nicht zu sehen, zu erkennen und zu verstehen, dass wenn ich an dem Internen Selbstgespräch teilnehme, ich wirklich meine Zeit verschwende, weil ich die freie Zeit, die ich anscheinend beim Arbeiten habe – weil ich Zeit zum denken, fantasieren usw. habe, für etwas praktisches nutzen könnte.

Wann immer ich gewahr werde, dass ich am Internen Selbstgespräch teilnehme, dass Arbeiten Zeitverschwendung ist – stoppe ich mich, und atme ein und aus, und ein, und aus,… Ich erlaube es mir zu realisieren, dass ich dabei bin eine Bewußtseins-Dimension zu erschaffen, die eine Illusion ist, und dass ich es stoppen kann, mir Sachen einzureden und zu glauben dass ich es bin.

Ich sehe und erkenne, dass diese Bilder, Gedanken, Internen Selbstgespräche nur dann auftauchen, wenn ich gerade nicht beschäftigt bin, und ich auf die nächste Tätigkeit warte. Deshlab verpflichte ich mich in diesen Momenten mich selbst-bestimmt zu bewegen, nicht zu ‚warten‘, sondern auf eine praktische Weise zu betrachen, was ich tun kann, oder auch das ‚Nichts‘ tun, einfach als einen Teil meiner Arbeit hinzunehmen, wie viele Menschen haben zur Zeit schon die Möglichkeit mit Nichsttun Geld zu verdienen? Außerdem sehe und erkenne ich, dass es viele Sachen gibt, die ich tatsächlich machen könnte, wie zb. mich weiter auszubilden, mich beruflich in meinen Fähigkeiten zu entwickeln, mir zb. ein Tutorium anzuschauen, was Neues zu lernen, oder Vergangenes und Liegengebliebenes aus- und aufzuräumen, zu ordenen, oder zu Ende zu bringen.

Ich sehe, erkenne und verstehe, wie diese ganze Erfahrung tatsächlich eine Zeitverschwendung ist, weil ich nur dasitze und vor mich hinträume/-denke, anstatt an der Phyischen Realität teilzunehmen und mich HIER auszudrücken, wo es doch Tausend Dinge gibt, die ich MACHEN könnte, auch wenn es ’nur‘ das Atmen ist.

Ich verpflichte mich Augenblicke, in denen ich tatsächlich nichts tun kann, und wirklich warten muss, dazu zu nutzen zu Atmen, was schließlich bedeutet mich als LEBEN HIER zu gebären, meine Stabilität und mein Selbst HIER zu manifestieren.

 

Fortsetzung folgt…



4 comments

      1. Hallo Michael, danke fürs kommentieren. Freut mich, dass dir mein Schreiben gefällt. Mit ‚Fortsetzung folgt‘ sind alle nachfolgenden Beiträge gemeint (bis ca. Tag 128), in denen ich mich mit meiner Arbeitseinstellung auseinandersetzte.

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