Tag 110 – ‚Ausgenutzt/Verarscht‘-Charakter – Internes Selbstgespräch – Selbst-Korrektur Teil 5

31. Oktober 2012

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Dieser Blog ist ein Teil einer ganzen Reihe, in der ich alle Dimensionen eines Charakters auseinander nehme. Für ein besseres Verständnis empfehle ich die Blogs der Reihe nach zu lesen.

 

Ich sehe, erkenne und verstehe, wie ich durch die Beteiligung und die Identifikation mit und als die aufkommenden Selbst-Gespräche –

  • Werde ich gerade verarscht/ausgenutzt ohne es zu merken?
  • Scheiße, ich hab mich wieder verarschen/ausnutzen lassen
  • Warum merke ich nur nicht, wenn mich jemand ausnutzt/verarscht
  • Jetzt sitze ich hier fest, und bin verarscht
  • Ich bin so ein armes Ding, viel zu gut für diese Welt
  • Ich lasse mich immer ausnutzen

es in Wahrheit nicht eine externe Quelle/ eine andere Person ist, die diese Erfahrung in-mir und als-mich kreirt, sondern tatsächlich ich Selbst – ‚Ich werde verarscht/ausgenutzt‘. Ich glaube und halte den Gedanken, das Interne Selbstgespräch für real, und damit verkörpere und manifestiere ich es.

Wann immer ich um etwas gefragt oder gebeten werde – verlangsame ich mich, indem ich den Atem dazu nutze mich im Physischen zu stabilisieren – ich erlaube es mir nicht, in eine Opfer-Rolle zu schlüpfen, damit ich aus der Tatsache, dass ich etwas mache/arbeite/ausführe, Energie generieren kann, stattdessen bleibe ich HIER und treffe eine selbst-ehrliche Entscheidung, ob ich die Arbeit/Aufgabe/Tätigkeit verrichte, und dann bewege ich mich in Einheit und Gleichheit mit und als mich Selbst, unabhängig davon ob ich sie mache oder nicht.

Ich sehe, erkenne und verstehe, dass das Internes Selbstgepräch/Back-Chat, das ich innerhalb des ‚Ich werde verarscht/ausgenutzt‘-Charakters in-mir und als-mich automatisiert habe, ein selbst-erschaffenes Gefängnis ist, denn niemand ist fähig mich zu verarschen/auszunutzen solange ich es nicht akzeptiere und erlaube. Darin verpflichte ich mich, damit zu stoppen mich ausnutzen und verarschen zu lassen. Mißbrauch und Mißstände einfach so ‚hinzunehmen‘, weil ich in Wahrheit darin auch ein ‚gutes Gefühl‘ generieren kann, weil ich mich für ‚klüger‘ und ‚besser‘ halten kann, nach dem Motto ‚Der Klügere gibt nach‘.

Ich sehe, erkenne und verstehe, dass mein Ansatzpunkt Aufgaben/Arbeiten/Tätigkeiten zu verrichten eine LÜGE war – weil ich immer im als Selbst-Interesse gehandelt habe, immer auf der suche nach einem ‚guten Gefühl‘, das ich in beiden Polaritäten erreichen konnte, entweder habe ich die Aufgabe/Arbeit/Tätigkeit erledigt, weil ich ‚gefallen‘ wollte, oder aber weil ich mich für ‚klüger‘ weil ’nachgibieger‘ hielt – in beiden Fällen, war es alleine mein Ego, das im Mittelpunkt stand, und niemals die Physischen Tatsachen – WAS muß gemacht werden, welche Folgen und Konsequenzen hat es wenn ich die Aufgabe/Arbeit/Tätigkeit ausführe, und welche wenn ich sie nicht ausführe, und das im Hinblick auf ALLE, nicht nur meine eigene Existenz.

Ich sehe, erkenne und verstehe, dass ich diesen Charakter nur deshalb in-mir uns als-mich automatisiert habe, weil ich keine Verantwortung tragen wollte, weder für mich Selbst – also für Eigen-Verantwortlichkeit Entschiedungen zu treffen: ‚Ist diese Arbeit/Tätigkeit/Aufgabe etwas woran ich Teilnehmen will/muss‘ – und damit auch meinen Unwillen die Verantwortung für die Folgen und Kosequenzen dieser Arbeit/Tätigkeit selbst zu tragen. Dieser Charakter ist eine Rechtfertigung und eine Ausrede dafür DASS und WARUM ich mich ausnutzen/verarschen lasse, ohne dass ich es jemals mir erlaubt habe zu sehen und zu realisieren, dass ich es Sebst bin mich verarscht und ausnutzt.

 

Bildgestaltung: Niklas Nydahl



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