Tag 109 – ‚Ausgenutzt/Verarscht‘-Charakter – Internes Selbstgespräch – Selbst-Vergebung Teil 4

30. Oktober 2012

Dieser Blog ist ein Teil einer ganzen Reihe, in der ich alle Dimensionen eines Charakters auseinander nehme. Für ein besseres Verständnis empfehle ich die Blogs der Reihe nach zu lesen.

 

Internes Selbstgespräch/Back-Chat:

  • Werde ich gerade verarscht/ausgenutzt ohne es zu merken?
  • Scheiße, ich hab mich wieder verarschen/ausnutzen lassen
  • Warum merke ich nur nicht, wenn mich jemand ausnutzt/verarscht
  • Jetzt sitze ich hier fest, und bin verarscht
  • Ich bin so ein armes Ding, viel zu gut für diese Welt
  • Ich lasse mich immer ausnutzen

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe nicht zu sehen und zu erkennen, dass der ‚Ich fühle mich ausgenutzt/verarscht-Charakter‘ eine Erfahrung, eine Bewußtsein-Besessenheit ist, die ich selbst kreire, weil ich den Gedanken/Bildern/internen Selbstgesprächen folge und mich völlig mit ihnen identifiziere, was bedeutet, dass ich völlig zu dieser Erfahrung werde, ich lasse die Erfahrung bestimmen ‚WER ich bin‚.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe nicht zu sehen und zu erkennen, wie ich in einem internen Gespräch tatsächlich der Schöpfer dieser Erfahrung bin, und dass ich externe ‚Einflüße‘ dazu nutze und benutze, um ‚meine‘ Erfahrung zu rechtfertigen.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe nicht zu sehen und zu erkennen, dass diese Erfahrung alleine in meinem Kopf/ in meinem Bewußtsein stattfindet, und ich dann meine interne Welt nach außen projeziere, und die Wirklichkeit mit meinem und als mein Bewußtsein filtere, dh. ich halte mich selbst gefangen in dieser und als diese Erfahrung, und deshalb interpretiere ich alles was passiert automatisch aus dieser Perspektive heraus – das ist eine Art Selbst-Verblendung und eine eigene Selbst-Limitation – also faktisch verarsche ich mich selbst.

Ich vergebe es mir, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe nicht zu sehen und zu erkennen, wie ich mich Selbst innerhalb einer Opfer-Rolle halte, um mich für was besseres zu halten (‚Ich bin so ein armes Ding, viel zu gut für diese Welt‘) und ich somit absichtlich an diesem Charakter festgehalten habe, weil ich letztendlich mich damit und darin ‚gut fühlt‘ habe.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe zu glauben und zu denken, dass ‚der Klügere nachgibt‘ – was bedeutet, dass ich NIE aus der Opfer-Rolle hinaus gewachsen bin – ich habe nie faktisch die Entscheidung getroffen, meine Beteiligung und mein Miteinander mit anderen Menschen auf eine praktische Weise zu ändern, zb. mich nicht mehr ‚ausnutzen‘ zu lassen.

Darin vergebe ich mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe zu glauben und zu denken, dass ich es nicht ändern kann, weil das eine ‚Charaktereigenschaft‘ von mir ist, mich ausnutzen/verarschen zu lassen.

 

Bildgestaltung: Andrew Gable



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