Tag 107 – ‚Ausgenutzt/Verarscht‘-Charakter – Dimension des Gedankens Selbst-Vergebung – Teil 2

28. Oktober 2012

Dieser Blog ist eine Fortsetzung des gestrigen Eintrags:
Tag 106 – ‘Ausgenutzt/Verarscht’-Charakter – Angst Dimension – Teil 1

Es ist ein Teil einer Reihe, in der ich meinen ‚Ich fühle mich ausgenutzt/verarscht‘-Charakter entlarven werde, indem ich mir Schritt für Schritt alle Dimensionen des Charakters vornehme und auf diese Art erkenne, wie dieser Charakter im Detail aufgebaut ist, sodaß ich beim nächsten mal, wenn ich in einer ähnlichen Situation bin, den Charakter erkennen und daher auch stoppen kann, bevor eine Bewußtseins-Besessenheit Besitzt von mir genommen hat, um eventuell diesen Charakter komplett zu löschen und zu stoppen, mein Verhalten sozusagen umfassend zu ändern.

Diesen Charakter aktiviere ich mit Vorliebe, wenn ich um etwas gefragt/gebeten werde, ich zusage und dann beim Ausführen der Tätigkeit, bzw. schon auf dem Weg dahin, gibt es einen Moment des Zweifels. Ich sehe ein Bild/einen Gedanken wo ich ganz winzig klein und alleine eine Arbeit/Aufgabe/Tätigkeit verrichte und jemand hinter meinem Rücken über mich lacht.

 

Ich vergebe es mir, dass ich es akzeptiert und erlaubt habe einen Gedanken in Form von einem Blid auf dem ich ‚ganz winzig klein und alleine eine Arbeit/Aufgabe/Tätigkeit verrichte und jemand hinter meinem Rücken über mich lacht‘ – in meinem Bewußtsein auftauchen zu lassen und darin vergebe ich es mir, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe die Beziehung mit mir selbst und zu der Arbeit/Aufgabe/Tätigkeit davon abhängig zu machen und mich entsprechend selbst zu definieren und mich davon bestimmen zu lassen.

Ich vergebe es mir, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe nicht zu sehen und zu erkennen, dass es eine Entscheidung ist die ich treffe, in sekundenschnelle, wenn ich es billige und mich mit dem Gedanken/Bild identifiziere, und dass ich tatsächlich den Selbst-Willen aufbringen kann, NICHT daran teilzunehmen, es zu stoppen und es zu löschen.

Ich vergebe es mir, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe, wenn ich von jemanden gebeten oder gefragt werde eine Arbeit/Aufgabe/Tätigkeit zu verrichten oder zu erledigen, sofort die Absicht meines Gegenübers zu hinterfragen, seine Aufrichtigkeit zu bezweifeln, ohne mir erlaubt zu haben zu realisieren, dass es NICHT darauf ankommt, was andere über mich oder von mir denken, oder was sie von mir wollen, sondern WER ich Selbst in jedem Atemzug bin, welche Beziehung ich selbst innerhalb von mir Selber und mit der Arbeit/Aufgabe/Tätigkeit kreire, akzeptiere und erlaube.

Ich vergebe es mir, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe meine Beziehung zu der Arbeit/Aufgabe/den Tätigkeiten die ich ausführe davon abhängig zu machen, wie andere mich sehen, so daß ich wenn ich von einer externen Quelle / einer anderen Person gefragt werde etwas zu machen, ich sofort einen Automatismus starte, ‚warum denkt die andere Person, dass ich diese Arbeit/Aufgabe/Tätigkeit zu verrichten hätte oder warum denkt diese Person sie könnte mir überhaupt sagen, was ich zu tun habe‘ – was eindeutig die Verteidigung und Rechtfertigung des eigenen Egos ist und ein Schutzmechanismus des Eigen-Interesses – völlig separiert vom Großen Ganzen, weil ich so sehr davon in Anspruch genommen werde, mein ‚Über-Bewußtes-Ich‘ zu beschützen, dass ich die Physische Realität völlig mißachte und damit auch verachte.

Ich vergebe es mir, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe zu glauben und zu denken, dass wenn ich darum gebeten oder gefragt werde eine Arbeit/Aufgabe/Tätigkeit zu verrichten bzw. zu erledigen, obwohl ich sie ’nicht mag‘, ich nicht ‚Nein‘ sagen sollte, weil das ‚unhöflich‘ ist, und weil ich Angst vor einem möglichen Konflikt habe, ohne dass ich jemals auf das große Ganze schaue, wie zb. Worum werde ich eigentlich gebeten, welchen Kontext hat diese Arbeit/Aufgabe/Tätigkeit, bin ich fähig oder muss ich gar die Verantwortung dafür übernehen – also praktisch über meinen eigenen Tellerrand / über das Ego hinweg zu schauen.

Darin vergebe ich mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe nicht zu sehen und zu erkennen, dass meine Bereitschaft ‚behilflich‘ zu sein, außschließlich auf externen Gründen beruht, wie zb. auf der Angst ‚Nein‘ zu sagen, oder zb. dem ‚Begehren’/Wunsch zu gefallen, was eindeutig ein systemisches Muster von ‚like/ich mag‘ und ‚dislike/ich mag nicht‘ zum Vorschein bringt und damit beweist, dass ich ein Organischer Roboter bin, der mit einem einzigen Schalter ‚ein’/’aus‘ bedient, gesteuert und bestimmt werden kann, weil meine Gründe etwas zu tun, oder etwas unterlassen zu wollen alleine auf meinem internen Gefühl / Bild / Gedanken basieren, die ich überhaupt nicht selbst-bestimmen kann.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe nicht zu sehen und zu erkennen, dass wenn ich in Selbst-Ehrlichkeit die Entscheidung treffe eine Arbeit/Aufgabe/Tätigkeit zu verrichten – was bedeutet dass ich wirklich eine Beziehung mit der Arbeit/Aufgabe/Tätigkeit in Einheit und Gleichheit mit und als mich Selbst kreire – das, was andere über mich denken, völlig irrelevant wird.



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