Tag 100 – ‘Ich bin zu langsam’ – Selbst-Korrektur

21. Oktober 2012

Dieser Blog ist die Fortsetzung des Blogs: Tag 99 – ‚Ich bin zu langsam’ – Selbst-Vergebung

Ich verpflichte mich vorallem wiederkehrende Back-Chats/Selbstgespräche nicht einfach weiter laufen zu lassen, sondern sie mir vorzuknüpfen und sie mir selbst zu vergeben, nicht zu warten, bis ich einen neuen ‚Charakter‘ daraus erschaffe. Ich sehe und erkenne, dass Back-Chats/Selbstgespräche an sich, schon deutlich genug aufzeigen, dass ich eine Separation/Trennung innerhalb von mir selbst erschaffen habe, und eine ‚interne‘ Stimme zu mir spricht, anstatt hier im und als das Physische zu verbleiben und mich in Einheit und Gleichheit zu bewegen und zu leben.

Ich sehe und erkenne, dass wenn ich es mir erlaube und akzeptiere, einem Back-Chat/Selbstgespräch zu folgen, daran teilzunehmen, mich mit der internen Stimme zu identifizieren, ich meine Selbst-Macht, meine Selbst-Bestimmung aufgebe, weil ich eine Trennung innerhalb von mir erschaffe, und es dann ‚mehrere‘ Ich’s gibt, und sich die Frage stellt, WER bin ich, WER spricht da eigentlich aus mir heraus. Es ist eine Tatsache, dass ich NICHT weiß, wo der Ursprung meines Back-Chats/Selbstgespräches ist, die Gedanken, Worte tauchen in meinem Bewußtsein einfach auf. Darin erkenne ich, dass wenn ich ein selbst-verantwortliches Individuum bin, und ich alleine Zugang zu meinem Bewußtsein habe, ich selbst diese Stimme sein muss, und doch kann ich mich nicht erinnern, sie jemals erschaffen zu haben – das ist ein Problem. Darin verpflichte ich mich alle meine Back-Chats/Selbstgespräche im Detail aufzuarbeiten, sie mir selbst zu vergeben, was bedeutet, dass ich die Verantwortung für alle Worte, Bewertungen, Stimmen übernehme, und mich neuausrichte, alles zu mir selbst zurückführe, mit meinem Physischen Körper angleiche und somit wieder mir selbst die Macht gebe mich selbst-bestimmt auszudrücken, mitzuteilen, zu kommunizieren, anstatt separierte, unterdrückte Schichten zu erschaffen.

Wann immer ich gewahr werde, dass ich dem Back-Chat/Selbstgespräch folge, dass ich im Vergleich zu den anderen ‚langsam bin‘ / ‚zu langsam bin‘ – stoppe ich mich sofort, atme tief durch, vergebe mir die Trennung, bringe alles zu mir zurück, und schaue in Selbst-Ehrlichkeit, warum ich glaube ‚zu langsam‘ zu sein, gibt es unterdrückte Punkte oder einen Widerstand zur Physischen Arbeit? Oder bin ich physisch müde und bewege mich deshalb langsamer? Dann korrigiere ich meine praktische Teilnahme entsprechend und frage gegebenefalls die anderen, warum sie ’schneller‘ Arbeiten können, nach ihrer Technik, nach ihren Erfahrungen und lerne was neues dazu.

Ich sehe und erkenne, dass ich durch und durch zu einem Parasiten geworden bin, und dass ich in jeder mir anbietenden Gelegenheit – völlig automatisiert – nach einem Vorteil für mich trachte. Wie zb in diesem Fall, wenn ich bei Gruppenarbeit, die anderen mal ’schneller‘ arbeiten lasse, damit ich selbst nicht so viel machen muss. Ich sehe und erkenne, dass ich die Trennung geschaffen, akzeptiert und toleriert habe, weil ich anscheindend durch diese Trennung mir einbilden konnte, einen Vorteil daraus zu schlagen, ohne dass ich mir erlaubt habe zu erkennen, dass wenn jeder sich diese Trennung zum Vorteil macht, wir eine Existenz kreiren, wo jeder die Verantwortung auf den anderen schiebt, und wir langsam ein Fuckup/Durcheinander kreiren und NICHT das Beste für alle. Das Beste für alle ist, wenn jeder in Selbst-Ehrlichkeit (alle Umstände beachtend) sein Bestes gibt.

Ich sehe und erkenne, dass unser heutiges Bewertungs-System auf dem Wettbewerb basiert: wer ist der Schnellste, Größte, Beste – und weil wir ein System erschaffen haben, indem hierarchisch das Recht zu leben sich erst verdient werden muss, leben wir in einer disaströsen Welt, weil wir es akzeptiert und erlaubt haben, dass es NUR einen Gewinner und viele Verlierer gibt – anstatt durch die offensichtlichen Beweise und Konsequenzen dieses Systems wie Krieg, Hunger, Leid, Armut, Ehlend, Verbrechen, Unsicherheit, Angst usw. zu erkennen, dass dieses System NICHT funktioniert, und NICHT das Beste für uns alle ist! Darin verpflichte ich mich als dieses Bewertungs-System zu stoppen und neuauszurichten. Ich erkenne und sehe, dass ich eins und gleich mit allen Menschen durch meine Anteilnahme, Billigung und Akzeptanz dieses Systems, meinen Beitrag dazu geleistet habe, und dass es meine Verantwortung ist, mich selbst darin zu stoppen, und auf diese Art meine Beteiligung zu ändern.

Ich verpflichte mich ferner alle Selbst-Urteile/Selbst-Bewertungen durch Schreiben, Selbst-Vergebung und eine praktische Anleitung zur Selbst-Korrektur aufzuarbeiten. Ich erkenne, verstehe und sehe, dass jedes Urteil ein weiter Stein in meinem selbst kreirten Gefängnis ist, das mein Bewußtsein ist, und dass ich nicht nur mich selbst darin gefangen halte, sondern alle Mitgeschöpfe, Manifestationen, alle Lebensformen eins und gleich mit mir selbst. Und weil alle Menschen das selbe machen, haben wir den Planeten Erde in ein riesiges Gefängnis verwandelt, sodaß wir heute glauben, keinen Einfluß mehr auf das herrschende System zu haben, wir überblicken das System ja nicht einmal, wir fragen uns auch gar nicht mehr wer wir sind, wir akzeptieren Bewußtsein als eine Selbstverständlichkeit und behaupten sogar, das Bewußtsein würde sich weiterentwicklen und bald eine höhere Frequenz erreichen können (Bezug auf 2012) – Trotz aller Beweise, die uns sichtbar, greifbar vor Augen liegen, dass wir die Erde langsam aber sicher zerstören, uns selbst, die Natur und die Tierwelt ausrotten und der Abgrund schon lange am Horizont unserer Existenz zu sehen ist.



Post a new comment

Copyright © 2012-2015 AGA | All rights reserved.