Tag 83 – Reden, nicht Denken!

4. Oktober 2012

Ich war heute mit einer Gruppe Leute einkaufen, und während wir durch das Einkaufscenter gebummelt sind, haben wir uns unterhalten und ausgetauscht, geschaut wie wir als Gruppe effektiv alle Plätze aufsuchen können, so daß jeder seine Vorhaben und Anliegen erledigen kann.

Ich habe während dieser Interaktion mit anderen Menschen ein Verhaltensmuster an mir bemerkt, an einem bestimmten Punkt, möchte ich mich ausklinken und ‚meine Ruhe‘ haben. In diesem Augenblick, bewerte und verurteile ich den Gesprächsfluss der anderen als ‚zuviel‘ und suche die ‚Ruhe‘ in meinem Mind/Verstand, in meiner internen Welt.

Es ist schon faszinierend, wenn ich mir mein Leben anschaue, und feststelle, dass ich mich als ’schüchtern‘ definiert habe, dass ich nur schwer in Gruppen agieren kann, dass ich den Dynamiken nicht folgen kann, dass ich Witze nicht verstehe, dass ich nicht schlagfertig bin, dass ich lieber mit Individuen agiere – und all das war meine eigene Kreation – damit ich meine Existenz als Mind/Verstand rechtfertigen kann, damit ich mich anstatt direkt zu kommunizieren, hier im Physichen zu verbleiben, teilzunehmen, mitzumachen – ‚abschalten‘ kann, was eigentlich heißt das ich mich in meinen Mind/Verstand zurückziehe – und eine Illusion kreire – nur für mich alleine, wo ich sicher bin.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe, mich aufgrund meiner ‚Unfähigkeit‘ zu kommunizieren, lieber in meinem Mind/Verstand zu sein, wo ich eine eigene interne Welt kreiren konnte, in der ich mich sicher gefühlt habe.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe nicht zu erkennen, dass meine ‚Unfähigkeit‘ zu kommunizieren tatsächlich eine selbst erschaffene Definition war, weil ich NICHT kommunizieren WOLLTE – es war eine Entscheidung, die ich getroffen habe, aus der ich ein Verhaltensmuster und eine Gewohnheit gemacht habe, und wann immer ich inmitten einer Gruppe agieren musste, zog ich mich automatisch in meine interne Wetl zurück und rechtfertigte mein Verhalten mit dieser obengenannten Selbst-Definition.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe meine Kommunikation, im Sinne von, die Worte die ich sprechen wollte, zu unterdrücken und sie nur in meinem Kopf zu sprechen, ohne zu erkennen, dass ich eben durch diese Selbst-Definition mich derart limitiert und von mir getrennt habe, dass ich ‚unfähig‘ geworden bin, Worte laut auszusprechen, so daß ich eine ‚Erfahrung‘ manifestiert habe: das Äußere – die agierende Gruppe und im Gegensatz dazu MICH als der MIND, die Worte die ich nur in und als mein Mind geformt habe, ohne richtig zu kommunizieren, so daß ich nach einer bestimmten Zeit ‚müde‘ davon werde, weil ich sozusagen mit der Wand rede, um dann schließlich gänzlich abzuschalten und nur noch in meinem Mind als mein Mind zu existieren.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe meine Kommunikation ausschließlich als der Mind auszuleben, so daß ich NIE richtig HIER war, nie zugehört habe, sondern immer alles gesagte durch den Mind gesehen habe, was praktisch heißt dass ich alles Gesagte bewerte und verurteile, allem eine positive oder negative Ladung verpasse, mich darin projeziere und so überhaupt nicht mitkriege, was tatsächlich passiert, was tatsächlich im Physischen stattfindet.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe nicht zu erkennen, dass die Sicherheit, die ich in-und-als mein Mind ‚erfahre‘ eine Selbst-Täuschung ist, und ich meinem Eigeninteresse folge, weil ich in-und-als mein Mind alles sein kann was ich will, ich bin der Gott meiner eigenen illusorischen Existenz, so daß ich keine Verantwortung tragen muss, mich nicht mit anderen auseinandersetzen muss, nicht schauen muss, dass das was ich kommuniziere im Kontext zu ALLEM steht, und dass ich ein Teilchen eines Ganzen bin, stattdessen wollte ich der Mittelpunkt meiner Welt sein.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe nicht zu erkennen, sehen und verstehen, dass all die Worte die ich unterdrücke und nur als Mind in-mir und als-mich kreire NICHT einfach ‚verschwinden‘ oder gar nicht existieren, sondern dass sie meinen Mind formen, ich sie als unterdrückte Schichten in meinem Physischen Körper aufsammle und abspeichere, und so meinen Körper mit allem möglichen Mist belaste, und deshlab auch faktisch mißhandle.

 

Ich verpflichte mich, wann immer ich in einer Gruppe agiere, HIER zu bleiben, den Atem dazuzunutzem mich im Physischen zu stabilisieren, erstens zuzuhören, NICHT meinem Mind/Back-Chat zu folgen, und meine Kommunikation nicht zu unterdrücken, sondern eifach zu sprechen!

Ich verpflichte mich und treffe die Entscheidung, meine Kommunikation innerhalb einer Gruppe nicht zu fürchten, oder zu vermeinden, sondern Gruppengespräche, dazuzunutzen, mich selbst zu testen, die Veränderung zu leben, mitzumachen, mitzureden, sich mitteilen, zuhören usw. und mir nicht zu erlauben, mich in meinen Mind/Verstand zurückzuziehen.

Ich verstehe und erkenne, dass meine ‚Wahl‘ lieber in meinem und als mein Vertand zu verweilen, eine Konsequenz erschaffen hat, ich habe mich von mir als das Physische entfernt und eine Trennung erschaffen, eine illusorische Wirklichkeit, in der ich verweile und völlig das Leben – MEIN Leben verpasse, den das Leben spielt sich HIER ab, und nicht in meinem Kopf.

 



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