Tag 82 – Ich stehe total auf Dich! – Das Beuteschema

3. Oktober 2012

Heute möchte ich auf ein von meinen Beuteschema bei Männern schauen. Ich fühle mich hingezogen zu den sogenannten Womenizern, dh. ich vergucke mich gerne in Männer die Frauen mögen, viele Frauen. Dabei geht es in erster Linie nicht darum eine reelle sexuelle Verbindung zu kreiren, also tatsächlich Sex zu haben, sondern viel mehr eine Art ‚Verständnis‘ zu entwickeln, und damit zu spielen, mit der sexuellen Anziehung, mit den Sachen die man gut findet, Erfahrungen/Meinungen auszutauschen usw. Ich habe ebenfalls bemerkt, dass wenn es dann zum Sex kommen sollte, ich versuche, die Beziehung zu ‚ändern‘ und als etwas ‚besonders‘ zu erschaffen, im Sinne von, dass ich versuchen werde den ‚Womenizer‘ zu konvertieren, ihn sozusagen zu überzeugen, sich zu ändern, und nur noch mich als die ‚Erfüllung‘ seiner Bedürfnisse zu sehen, und darin auch ‚treu‘ zu werden.

Mir ist klar geworden, dass meine Reaktion auf Womenizer, mein Umgang mit ihnen, dass ich mich zu ihnen hingezogen fühle, auf meinen Kindheitserinnerungen basiert. Und dass ich als eine erwachsene Frau Mustern gefolgt bin, deren Entstehen ich schon längst vergessen habe, und so habe ich es als ’selbstverständlich‘ hingenommen, dass ich mich zu bestimmten Männertypen hingezogen fühle, ohne jemals zu hinterfragen: warum eigentlich?? Und ist es wirklich die Art von Mann mit dem ich eine Verbindung/Beziehung aufbauen möchte, ist es wirklich die Erfahrung die ich für mich erschaffen will?

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe zu glauben, dass ich überhaupt keinen Einfluß darauf habe zu welchem Typ Mann ich mich hingezogen fühle, bzw. dass meine ‚Vorlieben‘, wenn sie einmal verfestigt, nicht mehr zu ‚ändern‘ sind, weil es meine Natur als Mensch eben ist, dass ich Vorlieben entwickle, die meine einzigartige ‚Persönlichkeit‘ ausmachen. Dann steht man eben mehr auf ‚Blonde‘ oder doch ‚Brunette‘, ‚Schwarze‘, ‚Sportliche‘ oder ‚Uniformierte‘ Männer.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe nicht zu erkennen, wie ich meine Vorliebe für bestimmte Männertypen sehr wohl selbst in-mir und als-mich kreirt habe, in meiner Kindheit, angefangen mit den Beziehungen die mir vorgelebt wurden, in vorderster Front, die Beziehung meiner Eltern, gefolgt von den Großeltern und Verwanden, Freunden, und all die Ehen und Paare die mich umgaben.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe nicht zu erkennen, wie ich durch die mir vorgelebten Beziehungen/Ehen Informationen und Wissen angesammelt habe, und dass meine ersten ‚eigenen‘ Versuche eine Beziehung zu kreiren/auszuleben/zu erfahren auf exakt diesen Informationen/Wissen/Erinnerungen basiert waren, und somit sie von Anfang an, NICHT freier Ausdruck sondern konditioniertes Verhalten, angelernte Verhaltensmuster waren – was zur Folge hat, dass wir als Teilnehmer einer Beziehung grundsätzlich die ‚Sünden‘ unserer Vorväter als Verhaltensmuster übernehmen und uns darin definieren, und niemals eine echte Kommunikation statt findet, wir niemals unser Gegenüber in seiner Gesamtheit kennenlernen, uns wirklich mit dem auseinandersetzen WER wir sind, sondern viel mehr was wir glauben zu sein, indem wir Rollen und Charaktere spielen, die wir von anderen abgeschaut haben.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe nicht zu erkennen und zu verstehen, dass ich in vielen Beziehungen die ich eingegangen bin, versucht habe die Beziehung meiner Eltern ’nachzuleben‘ und ihr ‚Scheitern‘ zu ‚reparieren‘, indem ich mir Männer ausgesucht habe (bewußt oder unbewußt), die für mich meinen Vater representiert haben, und ich dann versucht habe, sie dazuzubewegen, einer Frau ‚treu‘ zu werden und ihr Leben als ‚Womenizer‘ aufzugeben.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe nicht zu erkennen, dass ich meine Wesenheit in einem Charakter versklavt und limitiert habe, und dass ich mich in Beziehungen aufgehalten habe nur um diesen Charakter auszuleben, ohne je wirklich gelebt zu haben, oder eine Beziehung eingegangen zu sein, die mich in meiner Wesenheit, noch die Wesenheit der anderen Person unterstützt oder gefördert hätte.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe nicht zu erkennen, dass jede Beziehung die ich kreirt habe, um meinen Vater zu ‚verändern‘ von Anfang an zum Scheitern verurteilt war, weil ich innerhalb dieser Beziehung nie das berücksichtigt habe, was tatsächlich da ist, im Sinne von, WER ist dieser Mensch mit dem ich eine Beziehung versuche einzugehen, und weil ich dann auch überhaupt KEINEN Plan hatte, was zu tun ist, wenn ich es einmal geschafft habe, den ‚Womenizer‘ in einen treuen Partner ‚umzuwandeln‘, denn ich habe nie gelernt was es heißt eine stabile, dauerhafte Beziehung zu leben, zu kommunizieren, sich austauschen, unterstützen, fördern – eins und gleich mit sich selbst.

 

Ich verpflichte mich als das Beuteschema zu dem ich geworden bin, die Wahl der Männer, die ich automatisiert treffe, wenn ich mich anhand von Energie-Kreationen/Anziehung/Erinnerungen zu Männern hingezogen fühle, zu stoppen. Ich erlaube es mir nicht, automatisierten Verhaltensmustern und Mind-Reaktionen zu folgen und ihnen die Wahl des Mannes zu überlassen, mit dem ich eine Beziehung formen und gestalten will.

Ich erkenne und sehe, dass die Anziehung die ich erfahren und erlebt habe, schlichte Angst war, meinen Vater zu verlieren, meine Eltern als Ehe scheitern zu sehen. Ich lasse los, und erkenne, dass ich NICHT die Verantowortung für die Ehe meiner Eltern tragen kann, im Sinne von, dass ich ihre ‚Sünden‘ ausleben und korrigiren muss oder kann.

Ich verpflichte mich die Beziehung zu mir selbst zu pflegen, mich selbst kennenzulernen, um dann gegebenfalls eine Beziehung einzugehen, die mich in meiner Wesenheit, eins und gleich mit der Wesenheit meines Partner zu unterstützen und zu fördern, den Prozess zu laufen und das Selbst als das Physische HIER zu manifestieren.

Ich erkenne und verstehe, dass alle Verhaltensmuster die ich im Zusammenhang mit Beziehungen gespeichert, übernommen und gelebt habe, keinen Nutzen haben, weil sie nie darauf ausgerichtet waren, in Selbst-Ehrlichkeit die Eigenverantwortung zu tragen, und sie deshalb nur Konsequenzen erschaffen haben, die Gesellschaft eines Überlebens-Systems,



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