Tag 81 – Die Angst hinter dem Verlangen nach einer Beziehung

2. Oktober 2012

Es gibt in jeder sich anbahnenden Beziehung einen Augenblick, indem es einem klar wird, mir zumindest, dass wenn ich soweiter mache, ich eine ‚feste‘ Beziehung‘ kreiren werde, indem ich eine Verbindung zwischen mir und meinem potenziellen Partner eingehen werde, und dann habe ich einen winzig kleinen Augenblick indem ich die Entscheidung treffe: will ich eine solche Beziehung oder will ich nicht? Ist diese Beziehung wirklich das was ich will?

Und hier kommt die große Frage, warum bin ich bereit alle Zweifel, die ich habe beiseite zu schieben, aus Angst GAR KEINE Beziehung zu haben? In meinen letzten Beziehungen hatte ich immer Zweifel, ob die Beziehung die ich dabei war einzugehen, das richtige war, im Sinne von, ob es mich in dem was und wer ich bin unterstützen würde, ob es die Beziehung mit dem Partner ist, wie ich es mir vorgestellt habe und doch bin ich jedes mal eine Beziehung eingegangen, trotz der Zweifel. Warum?

Die Frage ist ziemlich simple: aus Angst vor dem Überlebenskampf, Verlangen nach Sicherheit, Verlangen nach Stabilität. Eine Beziehung zu einem Mann als Garantie zu Überleben.

Wenn ich es aus dieser System-Perspektive betrachte, stellt sich die Frage: Hatte ich eine echte Wahl? Eine Wahl im Sinne von: ist man wirklich frei in seinen Entscheidungen, wenn es ums Überleben geht? Kann man sich GEGEN das Überleben entscheiden? Und welche Mechanismen haben mich in Wirklichkeit gesteuert, welche Automatismen waren am Werk, war ich wirklich ‚frei‘ bei meiner Wahl? Welche Erinnerungen haben mich gesteuert, welche Charaktere, welche Ängste?

Ich möchte diese Reise, nach dem Warum – Warum ich bestimmte Beziehungen eingegangen bin, warum ich an Beziehungen festhalte, Warum ich Beziehungssüchtig bin – heute damit beginnen, es mir selbst zu vergeben, dass ich Beziehungen aus Angst eingegangen bin.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe Angst davor zu haben, ohne eine Beziehung zu sein, und dadurch von vorne herein, eine ‚freie‘ Entscheidung ausgeschlossen zu haben, ‚freie‘ Entscheidung, im Sinne von überhaupt in der Lage zu sein, eine unparteiische Entscheidung für das Beste für alles Leben treffen zu können.

Ich verpflichte mich – wenn ich das nächste Mal mich für oder gegen eine Beziehung entscheide – mich in diesem Moment zu stoppen und ganz sicher zu gehen, dass meine Entscheidung nicht von Energie beeinflußt ist, und dass keinerlei Bewertungen und Vorirteile in-mir und als-mich existieren, sodaß ich eine klare Entscheidung ‚frei‘ vin Einflüssen treffen kann; und falls ich immer noch reagiere, verpflichte ich mich solange die Selbst-Vergebung und Selbst-Korrektur zu praktizieren, bis ich klar bin, und mich keine Energie mehr bewegt.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe, wenn ich vor der Entscheidung stand mich für oder gegen eine Beziehung zu entscheiden, es immer aus der Perspektive des Selbst-Interessierten Egos in einem Überlebenssystem zu betrachten, anstatt als Leben, das sich in Einheit und Gleichheit für das Beste für alles Leben entscheidet, weil es dann auch immer das Beste für mich, für meinen Partner, und für alle anderen wäre.

Ich verpflichte mich, in meinen Entscheidungen für oder gegen eine Beziehung zukünftig das Leben selbst-ehrlich ins Betracht zu ziehen, ob das Eingehen der Beziehung das Beste für mich, das Beste für meinen Partner, und das Beste für alles Leben ist, denn nur so kann ich außschließen, dass ich keine Konsequenzen erschaffe, weil ich NICHT dem Selbst-Interesse folge.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe nicht zu erkennnen, dass mein Verlangen nach einer Beziehung bzw. einem Partner eigentlich die Angst ist KEINEN Partner zu haben, also ziemlich das Gegenteil davon was ich glaube es zu sein.

Ich verpflichte mich, wenn ich dabei bin mich für oder gegen eine Beziehung zu entscheiden, sicherzustellen, dass die Angst NICHT in dieser Beziehung zu sein, mich nicht beeinflußt, und falls ja, auf gar keinen Fall eine Entscheidung zu treffen, sondern mich erst durch Schreiben, Selbst-Vergebung und Selbst-Korrektur HIER im Physischen zu stabilliesieren und die Bewertungen und Urteile komplett zu entladen, bevor ich eine Entscheidung treffe.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe meine ‚Zweifel‘ an einer Beziehung einfach beiseite zu wischen, Zweifel in Bezug auf: eine stabile Entscheidung treffen zu können, die nicht auf energetischer Aufladung beruht hätte, mit der ich für alle Ewigkeit leben könnte, und so habe ich immer ‚halbe‘ Entscheidungen getroffen, und immer wieder hin und her geschwankt.

Darin erkenne ich, dass ich mein Schwanken nie als Muster erkannt habe, sondern dass ich einen Shift in die Richtung ‚Ich will keine Beziehung‘ immer ignoriert habe, oder als eine emotionale weibliche Hysterie abgestempelt habe, und ‚Ich will eine Beziehung‘ habe ich dann als die ‚richtige‘ Entscheidung ausgelegt.

Ich verpflichte mich KEINE halben Entscheidungen mehr zu treffen! Ich sehe und erkenne, dass ich damit nur meine Zeit verschwende und unnötige Konsequenzen erschaffe, und halbe Entscheidungen sind KEINE Entscheidungen. Darin verpflichte ich mich, mich darauf vorzubereiten, klare Entscheidungen in einem Atemzug zu treffen, die auf der Physischen Realität beruhen und nicht auf Mind-Illusionen.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe Angst davor zu haben ohne einen Partner/ohne eine Beziehung nicht im System zu überleben, bzw. besser zu überleben mit einem Partner/ in einer Beziehung, ohne zu erkennen, dass ich mein ‚eigenes‘ Leben innerhalb und als die Beziehung aufgegeben habe und es als Preis für eine Beziehung/für das Überleben im System betrachtet habe, mit der Ausrede, dass eine Beziehung ohne Kompromisse nicht bestehen kann, wobei ich praktisches Zusammeneleben & -arbeiten und Kompromittierung oft in einen Topf geworfen habe.

Ich verpflichte mich mein Augenmerk auf die wichtigeste Beziehung zu fokussieren die es gibt: die mit mir Selbst – mich auf diese Weise auszubalansieren, auszugleichen, eins und gleich zu werden, alle Trennung zu stoppen – um mich darauf vorzubereiten, mich von einem Organischen Roboter ins Leben zu verwnadeln.

Ich verpflichte mich alle Beziehungen zu stoppen, durch die, mit denen, und als welche ich mein Leben hier als das Physische Aufgegeben habe, um mir das Geschenk zu geben, mich als Leben wiederzugebären.



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