Tag 74 – Gefangen in einer Energie-Blase

18. September 2012

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe mich in Gefühlen und Emotionen verloren zu haben, weil ich mich mit ihnen identifiziert und als sie definiert habe.

Ich verpflichte mich in Augenblicken in denen ich von Emotionen und Gefühlen scheinbar überrollt werde – mir einen Atemzug zu gönnen, in dem ich die Erfahrung stoppe – ich atme tief ein und sage laut STOP, und dann verlangsame ich mich mit Atmen und arbeite jede in mir existierende Bewegung als Gefühl, Emotion, Gedanke oder inneres Gespräch auf, indem ich Punkt für Punkt Selbst-Vergebung praktiziere, sodaß ich fähig bin das Gefühls-Chaos, das ich generiert und angesammelt habe Schritt für Schritt zu entzerren, zu entwirren und aufzulösen.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe nicht zu erkennen und nicht zu sehen, dass das Gefühls-Chaos welches ICH selbst generiert und erzeugt habe, tatsächlich seinen Ursprung in-mir und als-mich hatte.
Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe zu glauben, dass die Umstände, mein äußeres Umfeld, die Personen um mich herum, dafür verantwortlich waren, was ich in-mir und als-mich generiert und erzeugt habe.

Ich verpflichte mich in Augenblicken, in denen ich scheinbar auf äußere Umstände, auf mein Umfeld, auf umgebende Personen reagiere – mich zu stoppen, und zu atmen – Ich erkenne und verstehe, dass meine Reaktion ein automatisierter Ablauf ist, über den ich die komplette Kontrolle verliere, sobald ich mich mit den von mir generierten Gefühlen, Emotionen, Gedanken identifiziere und dann wie ein Blatt im Wind hin und her gerissen/geschleudert werde, und glaube dieser Erfahrung ausgeliefert zu sein, ohne zu erkennen/erkennen zu wollen, dass ich der Schöpfer dieser Erfahrung bin, und dass ich sie in einem Augenblick, in einem Atemzug stoppen kann.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe vor dem selbst-erschaffenen Gefühls-Chaos weggerannt zu sein, indem ich mich in den Schlaf geflüchtet habe.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe zu glauben, dass ‚Zeit alle Wunden heilt‘ und dass ich einfach die Augen zumachen kann, und alle ‚Probleme‘ sozusagen wegschlafen kann.
Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe nicht zu erkennen und zu verstehen, dass sich mit Schlafen gar nichts lösen wird, im Gegenteil ich erschaffe nur unnötige Konsequenzen und Energie-Blasen, Erinnerungen, Traumas, die ich in meinem Unterbewußtsein und Unbewußtsein abspeichere und somit für alle Ewigkeit in den selben Verhaltensmustern gefangen halte und mich deshalb auch nie wirklich weiterentwickle oder wachse.

Ich verpflichte mich, in Augenblicken, in Momenten in denen ich starke emotionale Reaktionen erlebe – mich zu stoppen und zu atmen – Ich erkenne und sehe, dass ich nie gelernt habe mit den Gefühlen und Emotionen die ich selbst in-mir und als-mich generiere umzugehen oder sie zu verstehen, ich habe mich mein lebenlang diesen Emotionen und Gefühlen ausgeliert gefühlt, ohne auch nur einmal erkannt zu haben, dass ICH der Ursprung dieser Gefühlszustände bin, und deshalb auch ich alleine die Verantwortung für sie trage, und folglich, dass ich sie ändern und stoppen kann. Deshalb verpflichte ich mich mit Schreiben, Selbst-Vergebung und praktischer Selbst-Korrektur nicht mehr vor einem Gefühls-Chaos zu flüchten, sondern es aufzuarbeiten, und es als Möglichkeit zu nutzen, das Verhaltenmuster das ich in-mir und als-mich programmiert habe zu stoppen und auf eine praktische Weise zu ändern.

Ich vergebe mir selbst, dass ich es akzeptiert und mir erlaubt habe nicht zu erkennen, dass ein Gefühls-Chaos tatsächlich ein selbst-erschaffenes Gefängnis ist, und dass mein ‚Ego‘-Eindruck, dass ich auf äußere Umstände/Personen reagiere, dh. dass da irgendeine echte, reale Interaktion statt findet, komplette Illusion und Selbst-Täuschung ist, weil ich mich in Wahrheit in meiner inneren Welt ‚abschotte‘, von der Physischen Realität abtrenne und nur noch als Energie existiere, gefangen in einer Erfahrung als Gefühle, Emotionen, Gedanken etc. und ein konstruktiver Ausweg / Umgang mit der Situation für mich unsichtbar wird, weil er mit Energie ‚verschleiert‘ wird – und ich die Situation nicht mehr in der Gesamtheit wahrnehmen kann, sondern nur aus dieser ein-winziger-Punkt-als-das Gefühls-Chaos-Perspektive, die völlig beschränkt und limitiert ist.

Ich erkenne und verstehe, dass ein selbst-erschaffener Gefühls-Chaos tatsächlich ein Gefängnis ist, dass ich alleine für mich selbst erschaffe und mich darin gefangen halte, deshalb verpflichte ich mich, wann immer ich einen Gefühls-Chaos in-mir und als-mich generiere, mich zu stoppen und zu atmen, ferner mir alle Gefühle und Emotionen als Reaktionen auf die spezifische Situation Punkt für Punkt selbst zu vergeben, um einmal fähig zu sein, solchen Situationen auf eine Art zu begegnen, wo ich keinerlei Gefühls-Chaos mehr kreire, und von Anfang an, bis zu Ende eine Situation stabil, hier als das Physische beschreite und mich in jedem Atemzug selbst steuere, ohne in reaktive Verhaltensmuster zurückzu fallen.

 

Bildgestaltung: Sylvie Jacobs
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