Tag 69 – Ich folge Dir – Selbst-Korrektur (I follow You – Self Corrective Statements)

24. August 2012

Wann immer ich mich selbst sehe, dass ich Vorwürfe in-mir und als-mich bilde und sie auf andere projeziere – stoppe ich und atme tief durch – ich erkenne, dass jeglicher Vorwurf ein Selbsttäuschungsmanöver ist, den ich dazu nutze meine Verantwortung zu ignorieren und wegzuschieben. Ich verpflichte mich, die Vorwürfe, die ich in-mir und als-mich gebildet habe zu mir zurück zu führen, und in Selbst-Ehrlichkeit zu betrachten, vor welchen Punkten ich spezifisch flüchte, bei welchen Sachen/Verhalten ich mich weigere Eigen-Verantwortung zu übernehmen.

Ich verpflichte mich, wenn Besuch ansteht, also von vorne herein, meine Zeit besser einzuplanen, dh. nicht einfach ‚ja, ja, komm vorbei‘ zu sagen, sondern mir zu überlegen, wie viel Zeit ich bereit bin zu teilen, zu geben, welche Aufgaben und Tätigkeiten ich bereits eingeplant habe. Ich erkenne, dass ich mich selbst immer ‚vernachlässigt‘ und ‚ignoriert‘ habe, so als ob ich gar nicht da wäre, und alles was ich für mich selbst geplant habe keine ‚echte‘ Verpflichtung ist, sondern mehr eine ‚Unterhaltung’/’Ablenkung‘, die ich nach belieben verschieben kann, wenn was ‚besseres‘ ansteht.

Wenn ich Besuch habe und ich merke, dass sich mein Verhalten ändert, z.B. wenn ich versuche ‚witziger‘ zu wirken – stoppe ich mich und atme tief durch. Ich sehe und erkenne, dass ich dabei bin eine Rolle zu spielen und ich aufhöre HIER zu sein, und dass Angst mein wahrer Motivator ist – Ich erlaube nicht und akzeptiere nicht, dass Angst mich lenkt und bestimmt – ich bleibe hier, ich selbst – wenn ich nicht ich selbst sein kann – will ich eine solche Form von Freundschaft/Bekanntschaft nicht mehr akzeptieren noch daran teilnehmen.

Ich erkenne, dass ich nicht effektiv mit Besuchen (in allen Formen: sei es besucht werden oder zu Besuch sein) umgegangen bin, dh. ich entscheide ’spontan‘, momentgesteuert, energiegesteuert – ohne Berücksichtigung meiner Selbst – ich verschiebe alle Verpflichtungen, die ich mit mir selbst, für mich selbst getroffen habe, so als ob ich gar nicht zählen würde. Deshalb verpflichte ich mich, wann immer ich davor stehe mich zu verabreden – kurz innezuhalten, durchzuatmen und mich Selbst in Betracht zu ziehen, und erst dann zu entschieden, ob ich mich verabrede oder nicht. Ich verpflichte mich, die Zeit die ich mit mir selbst verbringe, z.B. die Zeit, die ich in mich selbst, in meinen Prozess investiere, nicht als ‚Unterhaltung’/’Ablenkung‘ zu sehen, sondern als eine ‚echte‘ Verabredung, die ich mit mir selbst abgemacht habe.

Wann immer ich sehe, dass ich meinem Besucher einen Vorwurf mache, dass ich mich komprommitiere, weil ich während des Besuches ’nicht ich selbst sein kann‘ – stoppe ich mich und atme tief durch – ich erkenne und sehe, dass ich die Verantwortung für mich selbst aufgebe, weil ich nicht sehen und erkennen will, dass ich es doch selbst war, die sich ‚gedankenlos‘ verabredet hat, dass ich mich selbst vernachlässigt und ignoriert habe, als ob ich zum sich Treffen gezwungen wäre! Ich verpflichte mich, keine Angst davor zu haben, eine Verabredung auszuschlagen, bzw. sie auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben und sie so zu treffen, dass ich mich nicht selbst vernachlässige oder ignoriere, und dann eben für meinen Besuch dazusein und mit meinem Besuch Zeit zu verbringen, sich austauschen, sich kennenlernen – ohne dass ich ständig in Gedanken abwesend bin.

Wann immer ich sehe, dass ich die ‚folgsame‘ und ‚devote‘ Person – Charakter spiele – stoppe ich mich und atme tief durch, ich erkenne und sehe, dass das ganze ‚wer dominiert das Spiel‘ getue, ein Mindfuck ist – ich bleibe hier in der physischen realität, ich stoppe den Back-Chat und nehme teil am Austausch bzw. Kommunikation usw.

Ich erkenne und sehe, dass ich an Freundschaften und Bekanntschaften festhalte aus Angst alleine zu enden, ohne Rücksicht auf den Preis, ohne mich selbst zu berücksichtigen – ich erkenne und sehe, dass eine Beziehung/Freundschaft um der Beziehung/Freundschaft willen, nur aus dem Grund nicht allein sein zu müssen, eine komplette Selbst-Täuschung und Selbst-Verleumdung ist, mit der ich mich selbst, aber auch meine ‚Freunde‘ in Strukturen gefangen halte, die KEINEM dienen, sondern viel mehr Gefängnisse sind. Deshalb verpflichte ich mich, alle Beziehungsstukturen die ich geformt habe zu untersuchen, mir meine Limitierungen, Ängste und Begehren selbst zu vergeben, und sie neu auszurichten, mit dem Prinzip ‚das Beste für alle‘ – was praktisch heißt, dass ich keine Beziehungsstukturen kreire, zulasse, akzeptiere, die nicht alle Beteiligten eins und gleich unterstützen und fördern.

Ich verpflichte mich, wann immer ich einen längeren Besuch kriege, keine Angst davor zu haben, sich Zeit für mich zu nehmen, und klar zu zeigen und zu kommunizieren, dass ich für mich selbst Verpflichtungen eingegangen bin, wie z.B. dieser Blog meine Reise ins Leben, die ich nicht bereit bin aufzuschieben oder zu vernachlässigen, weil ich für mich selbst die Entscheidung getroffen habe, sie als Priorität bzw. ‚Arbeit‘ zu sehen, weil ich damit mir selbst Priorität gebe, weil ich bereit bin in mich selbst zu investieren.

Ich verpflichte mich, Besuche (zu Besuch sein/verreisen bzw. besucht werden) nicht mehr als Rechtfertigungen oder Ausreden dafür zu nutzen, dass ich keine Zeit habe Selbst-Vergebung zu schreiben – ich erkenne dass es nicht selbst-ehrlich ist, und dass es kein ‚Opfer‚ ist, sondern dass ich absichtlich die Entscheidung treffe NICHT verantwortlich zu sein, und den Besuch/meinen Gastgeber als Vorwand nutze, meine Selbst-Verpflichtung aufzuschieben. Ich ändere meine herangehensweise indem ich meine Zeit auf eine Art organisiere, die mir Raum gibt an meinem Blog zu schreiben.

 

Bildgestaltung: Anna Brix Thomsen
Blog: http://annabrixthomsen.com/
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